Wer bin ich ?

Herald 1999 Ich heiße Herald Gessinger, bin 1943 geboren und habe beruflich mit Telekommunikation zu tun. 
Zu den Seifen kam ich durch die Sparsamkeit meiner lieben Frau

Sparsame Hausfrauen schütten das übriggebliebene Bratfett niemals weg, sondern sammeln es. Wenn der Sammelbehälter aber voll ist, gibt es keine Krapfen, Wiener Schnitzel und Pommes Frittes mehr. So ist es auch bei uns geschehen und als braver Esser solch ungesunder Speisen fand ich sofort die Lösung: "Machen wir doch Seife daraus"

Seife wurde in unserer Familie schon immer gemacht. Tante Mizzi hatte noch ein paar Rezept aus der Nachkriegszeit. Die lauteten etwa so:

"1/2 kg Seifenstein gelöst, 2 kg Fett, 1/2 kg 'Niernfett' zum Kochen bringen, 7 Liter Wasser beimengen, solange kochen bis die Masse dicklich wird. Wird die Masse bröckelig muß man etwas Wasser beifügen und nochmals aufkochen."

Das war mir nicht klar genug, nirgends ein Hinweis über den Verseifungsprozeß, es gab auch keinen Seifenstein und kein Nierenfett. Ich verwarf die Seifenkocherei zunächst und kaufte mir das Wiener Schnitzel im Restaurant. 

Doch wozu ist man in der Telekom-Branche und kennt das Internet ? Dort fand ich Hilfe. Meine ersten Treffer hatte ich 1997 im USENET. Ich habe mir den Ausdruck bis heute aufgehoben. Es war ein Beitrag von Aviva Garrett aus Kalifornien. Da wurde mir vieles klarer und ich beschloß meinen ersten Versuch zu wagen.

Dieser Versuch gelang auf Anhieb und damit war ich vom Seifenwahn erfaßt. Eine wilde Zeit des Experimentierens folgte und bald war das alte Bratfett aufgebraucht. Ich mußte nachkaufen und  lernte dabei die Eigenschaften reiner und ungebrauchter Fette und Öle kennen. So konnte ich mich bald mit meinen Seifen an die Öffentlichkeit wagen. Heute verläßt kein Besucher mein Haus ohne eine handvoll Seifen (es kommen immer noch welche). Ich kann jedes Gespräch so wenden, daß ich in kürzester Zeit nach meinen Seifen gefragt werde. Noch immer werde ich eingeladen und darf Seife als Gastgeschenk mitbringen.

Übrigens: Krapfen, Wiener Schnitzel und Pommes Frittes gibt es bei uns trotzdem nur sehr selten. Der Hausarzt hat uns das verboten ...

 

Hier noch ein paar Fotos aus unserem "Seifenleben":

Adventmarkt 2000: 
Meine Frau als tüchtige Seifenverkäuferin
(warm angezogen)

 


Unser Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll prüft die blau-gelbe "Niederösterreich Seife" 
auf unserem Seifenstand beim EU-Erweiterungsfest in Hohenau an der March 
am 1. Mai 2004.  

Es kamen auch viele Gäste aus Tschechien und der Slowakei. Seife heißt dort "mýdlo".

Seife wird hier dreisprachig angeboten, 
durch meine Frau Edda 
und meine Nichte Gerda, beim EU-Fest 
in Hohenau am 1. Mai 2004.

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